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Osteoporose

Die Diagnostik und Therapie der Osteoporose ist eine wichtige Domäne der Endokrinologie. Der Knochenschwund kann genetische und hormonelle Ursachen haben. Wenn die Nebenschilddrüsen zuviel Parathormon bilden, wird den Knochen Kalzium entzogen, das sich dann sowohl in Form von Nierensteinen wie in Form von Knorpelverkalkungen wiederfindet. Die Symptome einer solchen Hormonstörung (Hyperparathyreoidismus) können denen einer rheumatoiden Arthritis durchaus ähneln, bis hin zur Entwicklung von Gelenkschwellungen und Erosionen der Gelenke.

Das Rheinische Rheuma-Zentrum verfügt über ein modernes DEXA-System zur Bestimmung der Knochendichte an der Lendenwirbelsäule oder am Schenkelhals. Zwar läßt sich durch die Bestimmung der Knochendichte eine Osteoporose formal zuverlässig bestätigen oder ausschließen. Es muß allerdings davor gewarnt werden, den Patienten mit den Meßergebnissen allein zu lassen. Eine Knochendichtemessung kann eine osteologische Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt nicht ersetzen ! Die Knochendichte ist nur ein Ersatzparameter für das, was eigentlich interessiert, nämlich die Knochenfestigkeit. Die Knochenstabilität kann jedoch bei einigen Erkrankungen bereits bei noch normalen Knochendichtewerten deutlich reduziert sein, z.B. bei der Cortison-induzierten Osteoporose. Hier finden wir nicht selten schon Knochenbrüche bei noch normalen Werten in der Knochendichtemessung. Umgekehrt gibt es viele Menschen mit erniedrigten Knochendichtewerten, die in ihrem Leben nie eine Fraktur erleiden. Ob es sich also um eine unbedenkliche Normalvariante oder um einen behandlungsbedürftigen Knochenschwund handelt, kann nur nach einer genauen Erörterung der Krankengeschichte und Würdigung aller Symptome und Meßwerte entschieden werden.