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Knochenerkrankungen

Das Knochenwachstum und der Knochenstoffwechsel wird durch Hormone gesteuert.

Parathormon wird in den Nebenschilddrüsen produziert und stimuliert in pulsatiler Anwendung (z.B. medikamentös als Teriparatid) den Knochenanbau. Bei Überproduktion führt es zum Knochenabbau und zur Osteoporose (Hyperparathyreoidismus). Parathormon mobilisiert Kalzium aus den Knochen und kann beim primären Hyperparathyreoidismus zu einer gefährlichen Hyperkalzämie führen. Bei dieser Erkrankung findet sich ein erhöhter Blut-Kalziumspiegel und/oder eine erhöhte Kalziumausscheidung über die Nieren.

Leptin ist ein Hormon, das von Fettgewebszellen hergestellt wird und das Knochenwachstum direkt und durch Einwirkung auf das Zwischenhirn beeinflusst. Vermutlich spielt das Leptin eine wichtige Rolle bei der Spondylosis hyperostotica (Forestier-Erkrankung), eine Erkrankung, bei der neuer Knochen an der Wirbelsäule angebaut wird, und die meist kombiniert mit einem Diabetes mellitus oder den Vorstufen eines Diabetes auftritt.

Der Knochenstoffwechsel wird wesentlich durch Schilddrüsenhormon gesteuert. Eine langfristig bestehende Schilddrüsenüberfunktion führt zur Osteoporose.

Eine zu hohe Cortisondosis führt zu einer - oft schweren- Osteoporose. Dieser regelhaft auftretenden Nebenwirkung einer langfristigen Cortisontherapie läßt sich wirksam vorbeugen durch frühzeitigen Einsatz einer Therapie mit Bisphoshonaten und Kalzium/Vitamin D.